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 UOKG - Newsletter
Gunter Weissgerber Offline




Beiträge: 616

18.07.2015 16:13
UOKG Newsletter 29.KW antworten

DER WOCHENRÜCKBLICK



Herausgegeben von der

Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft UOKG e.V.
Ruschestraße 103, Haus 1, 10365 Berlin, Tel. 030 557793-52/-51, Fax: -40

Gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur





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Sehr geehrte Damen und Herren,



eine informative und interessante Lektüre wünscht Ihnen



Irina Bitter







INFORMATIONEN AUS INSTITUTIONEN UND POLITIK



Woidke empfängt Häftlinge sowjetischer Speziallager

Den Opfern unseren Respekt erweisen. Meist waren sie schlicht

zur falschen Zeit am falschen Ort oder Opfer von Verdächtigungen.

rbb-online.de

flickr.com

stk.brandenburg.de

svz.de





Tafel soll an Opfer stalinistischen Unrechts erinnern

Elisabeth Salomon will ostdeutsche Geschichte näher beleuchten

az-online.de





Die Filialen des Gulag auf deutschem Boden

Ab 1945 wurden in der Sowjetischen Besatzungszone nicht nur

NS-Täter, sondern auch Gegner des neuen Regimes inhaftiert.

Bis zu 180.000 Menschen vegetierten häufig in ehemaligen

KZs der Nazis.

welt.de





25 Jahre Deutsche Einheit

Künstler, Lehrer und Kommunalpolitiker diskutierten

in Schlagsdorf über die Frage, wie viel Vergangenheit

unsere Gesellschaft prägt.

svz.de





Bürgerrechtler

Die Bürgerrechtler der DDR und die jungen Ostdeutschen

von heute haben sich wenig zu sagen. Was klappt da nicht

zwischen Enkeln und Opas? Unser Autor, 1988 geboren, hat

die Antwort in einem Dorf in Sachsen-Anhalt gesucht.

zeit.de





Forum über DDR-Medizin

Erschütternde Frauenschicksale durch Medikamente

bz-berlin.de





Die Professoren-Stalker

Linke Studenten haben ein neues Hobby: Sie stellen Professoren,

die anders denken als sie, an den Internet-Pranger. Einige der

anonymen Gesinnungspolizisten nennen sich "Caro" - und sind

verstörend erfolgreich.

spiegel.de





Das Eigentum der DDR wurde zum Faustpfand für die Einheit

Potsdam . Vor 25 Jahren nahm eine Institution ihre Arbeit auf, die

Deutschland nachhaltig verändern sollte: Die Treuhandanstalt. Über

ihr umstrittenes Wirken sprach André Bochow mit dem Historiker

Marcus Böick.

moz.de





Zeitgeist. Demokratie ist kein Wunschkonzert

Wolfgang Mayer leitete mit der Besetzung der dänischen Botschaft

in Berlin den Untergang der DDR ein. Er bleibt ein kritischer Zeitgeist.

insuedthueringen.de







Mahnmal für Grenzopfer

Umstrittenes Kunstwerk zeigt verblutenden DDR-Flüchtling

mdr.de



Zeitzeuge berichtet über Leben als DDR-Häftling

Aus dem Staatssicherheits-Gefängnis in die Freiheit

n-land.de





Die Stasi und die Familien

Wieso macht eine Mutter ihr Kind zum Spitzel, verrät ein Bruder

die Schwester? Martin Ahrends über die Zersetzungskraft der Stasi.

zeit.de





Recherche zur Stasi-Zusammenarbeit beauftragt
Bergen. Der Gemeinderat Bergen will sich der Überprüfung

auf eine Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Staatssicherheit

der ehemaligen DDR unterziehen. Dazu wurde am Dienstag ein

einstimmiger Beschluss gefasst.

freiepresse.de





Zerrissene Stasi-Akten wieder lesbar

Unterlagen aus der Kreisdienststelle der Staatssicherheit der DDR in

Eisleben konnten erstmals per Hand rekonstruier werden. Bundesweit

waren im vergangenen Jahr rund 68.000 Anträge auf Akteneinsicht

gestellt worden.

mz-web.de





Der Schriftsteller Gerhard Zwerenz

Gerhard Zwerenz, studierter Schüler von Ernst Bloch und

enger Freund von Erich Loest, verließ 1957 fluchtartig die

DDR. Als Oppositioneller machte er sich auch in der BRD

einen Namen. Der Vielschreiber und widerborstige Sozialist

verstarb am 13. Juli dieses Jahres im Alter von 90 Jahren.

mdr.de

spiegel.de





Gregor Gysi erwartet Einstellung des Hamburger Verfahrens

wegen vermeintlich falscher eidesstattlicher Erklärung

finanznachrichten.de



Hamburgs umstrittener Generalstaatsanwalt Lutz von Selle geht

vorzeitig in Ruhestand. Er nimmt seinen Hut auf eigenen Wunsch.

Zuvor gab es Streit über eine Anklage gegen Gregor Gysi.

welt.de







Handball in der DDR

Wolfgang Böhme war einer der besten Handballer der DDR.

Doch er lebte nicht sozialistisch genug – und wurde verbannt.

Jetzt erzählt ein Film seine Geschichte.

zeit.de

tagesspiegel.de





Stasi-Studie zum Thüringer Sport sorgt für Krise beim Sportbund

Beim Landessportbund (LSB) spitzt sich der Krach um die Verbandsspitze

zu. Dirk Eisenberg macht in einer Öffentlichen Erklärung, die der TLZ

vorliegt, jetzt deutlich, dass er im Herbst 2015 gegen Verbandspräsident

Peter Gösel antreten wolle.

thueringer-allgemeine.de





DDR-Fußball-Studie auf "einem guten Weg"

Trotz der unverhohlenen Funktionärsvorliebe für Olympische Spiele war

der Fußball auch im Arbeiter- und Bauernstaat die beliebteste Sportart.

Und erfolgreich war er auch noch, der Fußball in der DDR …

dfb.de







NORDKOREA

Südkorea lädt Pjöngjang zu Sicherheitskonferenz ein

spiegel.de



TSCHECHIEN

1950 zu Tode gefolterter Märtyrerpriester beigesetzt

Prag. KP-Regime hatte Folterung durch Staatssicherheit vertuscht

und Pfarrer Josef Toufar nach seinem Tod in einem Massengrab

verscharrt

kathweb.at









REHABILITATIERUNG und ENTSCHÄDIGUNG





DDR-Doping Vom Staat vergiftet

Cornelia Reichhelm, ehermalige Ruderin, wurde schon im Alter

von 13 Jahren in der DDR unwissentlich gedopt. Sie soll nun eine

staatliche Rente bekommen.

faz.net







AUS DEN VERBÄNDEN



Freitag, den 10. Juli 2015

Potsdamer Ministerpräsident ehrt Opfer sowjetischer Internierungslager

Für Montag, den 13. Juli 2015 lädt der Brandenburgische Ministerpräsident

Dietmar Woidke Opfer sowjetischer Internierungen der Jahre 1945 bis 1950

zu einem Ehrenempfang nach Potsdam ein.
Die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft dankt dem

Brandenburgischen Ministerpräsidenten ausdrücklich für diese Ehrung der Opfer

der vor 70 Jahren errichteten sowjetischen Speziallager, zumal es auch 25 Jahre

nach dem Untergang der SED-Diktatur leider immer wieder Stimmen gibt, die

versuchen, die verbrecherische Internierungspraxis des sowjetischen Geheimdienstes

NKWD zu rechtfertigen. So erklärte erst vor wenigen Tagen noch der Direktor der

Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Günther Morsch, dass „die Fakten über die

Entnazifizierungslager (...) von der Politik ignoriert und die Insassen pauschal zu Opfern

erklärt“ würden.
Die Union der Opferverbände dankt dem Brandenburgischen Ministerpräsidenten nicht

zuletzt auch dafür, dass er zwei im damaligen Ost-Brandenburg als junge Mädchen

internierte und später zur jahrelangen Zwangsarbeit in die UdSSR deportierte Frauen zu

dem Ehrenempfang eingeladen hat.
Diese Opfergruppe ist bislang von der Politik leider sträflich vernachlässigt worden. Die

meisten Zivildeportierten haben in ihrem Leben nie eine Entschädigung für das ihnen

widerfahrene Unrecht erhalten.
HINTERGRUND







Newsletter - Stiftung Sächsische Gedenkstätten Juli 2015

stsg.de









ZEITGESCHICHTLICHE THEMEN



So luxuriös ließ sich Stalin versorgen

Im Juli 1945 wollten die "Großen Drei" in Potsdam die

Nachkriegsordnung festlegen. Stalin zeigte, wer Herr

im Haus ist. Acht Panzerzüge sorgten für seinen Schutz,

drei Höfe für sein leibliches Wohl.

welt.de

pnn.de



Die SED und ihre Unterabteilungen

14. Juli 1945 - Start der "Blockparteien" in der SBZ

wdr.de





Vor genau 55 Jahren in der DDR

Ex-Offizier Manfred Smolka wird geköpft

„aus erzieherischen Gründen“

otz.de

achgut.com





Die Grenze

Ullrich Erzigkeit über den Lokaljournalismus in der

DDR: „Wir durften über die Grenze nichts berichten,

das war komplett tabu“

thueringer-allgemeine.de





Erinnerungsorte gemeinsam schärfen

Lüchow-Dannenberg ist geprägt durch die Elbe.

Bis vor 25 Jahren war die Elbe aber vor allem ein

Grenzfluss, der die Teilung zwischen Ost und West

markierte. An diese Zeit erinnern verschiedene

Gedenkorte. Ein Konzept soll diese Orte nun vernetzen

und ihre Bedeutung schärfer herausarbeiten.

wendland-net.de





Die Partisanen der DKP

Was wir nachträglich aus der Geschichte der DDR

rfuhren, konnte uns nicht sonderlich überraschen.

Es gab ja vieles, was man diesem Regime zutraute.

Die Einzelheiten freilich schockierten immer wieder.

Wer in der DDR partout keinen Unrechtsstaat erkennen

will, will das meiste davon natürlich nicht wahrhaben.

bwv-bayern.org





Lieber tot als rot?

Eines der Hauptangriffsziele der Ostberliner Geheimpolizei

war die im westlichen Teil Berlins ansässige „Kampfgruppe

gegen Unmenschlichkeit“ (KgU), die neben Propagandaaktionen

und „administrativen Störungen“ auf dem Gebiet der DDR auch

militante Operationen durchführte.

faz.net





Buch

Chaim Noll

Der Schmuggel über die Zeitgrenze

Verbrecher-Verlag 2015

Chaim Noll wuchs als Kind eines privilegierten Schriftstellers mit den Kindern

der DDR- Nomenklatura auf. Jetzt hat er seine Erinnerungen daran vorgelegt.

Wer einen langweiligen Lebensbericht erwartet, täuscht sich.
Noll erzählt mit viel menschlichem Mitgefühl die Geschichten der Menschen,

denen er damals begegnete, ob Politbüromitglied, Professor, Maler,

Schriftsteller oder hoher Parteifunktionär- sie werden ebenso einfühlsam

beschrieben, wie die Tischler, Verkäuferinnen, Verwaltungsangestellten,

Straßenbahnfahrer.

achgut.com







Buch

Justyna Zachara
Literatur der DDR und BRD im Schatten der Berliner Mauer

ISBN 978-3-656-76373-4, 2014, 40 Seiten, Paperback

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik –

Sonstiges, Note: 1,0, Uniwersytet Marii Curie-Sklodowskiej w Lublinie,

Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die

Literatur aus dem Osten und aus dem Westen zu schildern. Das ist

auch ein Vergleich verschiedener Darstellungen von der deutschen

Teilung und der Berliner Mauer. Wie haben die Autoren aus der DDR

und BRD über die Berliner Mauer und ihre Folgen geschrieben? Die

bedeutsamen Fragen dieser Arbeit beziehen sich auf die Wahrnehmung

der wichtigsten Ereignisse während der Jahre der deutschen Teilung von

den Schriftstellern aus den beiden Teilen Deutschlands.





Buch

Jürgen Augst
Papilio. Meine Flucht aus der DDR

ISBN 978-3-86282-325-3, 2015, 134 Seiten

Aus einer kleinen und verschlafenen Kleinstadt in der Oberlausitz,

wollen zwei Jugendliche ihr bisheriges Leben hinter sich lassen.

Unzufrieden mit dem System, beschließen sie die DDR auf illegalem

Wege zu verlassen. Über Rumänien, Jugoslawien soll Österreich

erreicht werden. In ihrer Naivität ahnen sie nicht, auf was sie sich

einlassen. Sie schwören, dass im Falle eines Scheiterns, die Flucht

nicht zugegeben wird, egal was passiert. Doch unmittelbar an der

jugoslawischen Grenze endet bereits ihre Flucht. In der Hand der

rumänischen Geheimpolizei Securitate erleben sie die denkbar

schlimmsten menschlichen Abgründe. Werden sie standhalten?

Folter, Erpressung, Vergewaltigung und Scheinerschießung stellen

die Freundschaft auf eine harte Probe. Es folgt eine 10 jährige

Odyssee, die 1984 mit der Übersiedlung in die Bundesrepublik

Deutschland endet. Zuvor muss Jürgen Augst noch einige Hürden

nehmen - 18 Monate Straflager, Berufsverbot und zahlreiche

Verhöre bei der Stasi. Selbst als er sich in Sicherheit wiegt, schlägt

das Schicksal in Form eines Mordanschlages erbarmungslos zu .





Thomas Urban

Katyn 1940. Geschichte eines Verbrechens

C. H. Beck Verlag, München 2015. 249 S., 14,95 €.

Katyn - der Name ist zur Chiffre für eines der abscheulichsten Verbrechen

des 20. Jahrhunderts geworden. Mehr als 20 000 polnische Offiziere, Beamte

und Intellektuelle wurden im April 1940 von der sowjetischen Geheimpolizei

NKWD kaltblütig erschossen. Erst fünfzig Jahre später räumte der Kreml die

Täterschaft ein. Thomas Urban schildert die Ereignisse und bringt Licht in das

Dickicht aus Lügen, Fälschungen und Terror, das die Morde bis heute umgibt.

Erstmals beschreibt er die Rolle deutscher Widerstandskämpfer dabei. Im

Frühjahr 2015 ist der 75. Jahrestag der Massenmorde im Wald von Katyn.

Stalin bezichtigte beharrlich die Deutschen dieser Verbrechen, die zur gleichen

Zeit den Massenmord an den polnischen Juden betrieben. Die Nationalsozialisten

wiederum sahen in den Morden eine einmalige Gelegenheit, die Alliierten zu

entzweien. Während die Angehörigen der Opfer verzweifelt nach ihren Männern,

Vätern, Söhnen suchten, lieferten sich die beiden Terrorregime eine

Propagandaschlacht, die an Zynismus kaum zu überbieten ist.





Claudia Weber

Krieg der Täter. Die Massenerschießungen von Katyn

Hamburger Edition, Hamburg 2015. 471 S., 35,- €.

Im Frühjahr 1943 wurde in der Nähe des russischen Dorfes Katyn ein grauenvoller

Fund gemacht: Massengräber mit Tausenden Toten. Die Frage nach den Tätern ist

zu diesem Zeitpunkt längst beantwortet, wie die Autorin eindrücklich zeigt, und

dennoch drehte sich die Geschichte der Massenerschießungen von Katyn Jahrzehnte

um die Frage, ob nun das »Dritte Reich« oder Stalins Sowjetunion für das brutale

Kriegsverbrechen verantwortlich waren, dem im Frühjahr 1940 über 22 000 polnische

Armeeangehörige zum Opfer fielen. Inmitten der militärischen Schlachten des Zweiten

Weltkriegs wurde ein »Täterkrieg« entfacht: Während sich der deutsche Nationalsozialismus

im Wald von Katyn als Entdecker sowjetischer Kriegsgräuel und als Bollwerk gegen den Roten

Terror präsentierte, setzte sich der Stalinismus als Opfer einer Verleumdungskampagne der

»Hitleristen« in Szene. Auf der Basis neu gelesener Dokumente und bisher unbekannter Quellen

aus russischen Archiven und dem Archiv der DDR-Staatssicherheit legt Claudia Weber eine

umfassende historische Analyse der Akteure, Mechanismen und Ziele der nationalsozialistischen

und der stalinistischen Propaganda ihrer Erfindungen, Täuschungsmanöver und Lügen vor. Sie

beschreibt die erstaunliche Wirkungsmacht und lange Dauer der diktatorischen

Katyn-Inszenierungen, denen es gelang, die komplexe Geschichte des deutsch-sowjetischen

Weltkriegsterrors auf eine gelöste »Täterfrage« zu reduzieren. Der »Täterkrieg« um Katyn

war ein Scheingefecht, das noch in den ideologischen Geschichtsscharmützeln des Kalten

Krieges in Westeuropa mit Verve ausgetragen wurde. Warum wurde gerade Katyn zum

Symbol für alte ideologische Feindschaften und neue Fronten des Kalten Krieges angesichts

anderer zahlloser Verbrechen des Zweiten Weltkrieges? Mit ihrem Buch plädiert Claudia

Weber für eine neue Verflechtungsgeschichte des Zweiten Weltkriegs, die den Terror, die

Kriegsverbrechen und die Gräuelpropaganda von Nationalsozialismus und Stalinismus in

ihren situativen Dynamiken zusammendenkt.





Buch

Wenelin Koehler

Von Weimar in den Westen über Stasi-Zuchthaus: Erinnerungen

Taschenbuch, 2010

Mein Rückblick beginnt im Jahr 1939 und erstreckt sich über 60 Jahre

deutsche Geschichte. Ich wuchs in Weimar auf, erlebte das Ende des

Krieges, die russische Besetzung und die DDR- Zeit. Anfangs hoffnungsvoll,

wurde ich zunehmend durch die DDR-Diktatur eingeschränkt und von der

Propaganda angewidert. Der Bau der Berliner Mauer verhinderte meinen

Wunsch als Freiberger Geologe weltweit tätig zu sein. Nach langer Duldung

der DDR-Wirklichkeit entschloss ich mich mit meiner Familie in den Westen

zu fliehen. Doch Verrat und Stasi sorgten für eine sehr lange Inhaftierung.

Nach 13 Monaten Stasihaft verbrachte ich 5 Jahre im Zuchthaus, wo ich

immer in Gesellschaft mit Schwerverbrechern wohnen und arbeiten musste.

Meine Dankbarkeit gilt der internationalen Solidarität, der Hilfe von Freunden,

der Familie, Organisationen und der Bundesregierung, die in mehr als 100

Briefen dokumentiert sind.





Buch

Von der Kgl. Gewerbeschule zur Technischen Universität –

Die Entwicklung der höheren technischen Bildung in Chemnitz 1836-2003

herausgegeben vom Rektor der TU Chemnitz 2003.

Auf dem VII. Parteitag der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) 1967 hatte Partei- und

Staatschef Walter Ulbricht die Erhöhung der Anzahl der Naturwissenschaftler und Ingenieure in der

DDR um das 3,5-Fache bis 1980 verlangt. 1968 forderte das Ministerium für Hoch- und Fachschulwesen

sogar viermal mehr naturwissenschaftlich-technische Kader bereits bis 1975/76, erinnern die Autoren

Stephan Luther, Hans-Joachim Hermes und Wolfgang Lambrecht in ihrer Chronik "Von der Königlichen

Gewerbeschule zur Technischen Universität". Bis 1975 sollten in der DDR insgesamt 45.000 neue

Hörsaal- und Seminarplätze, 52.000 Internatsplätze und 62.000 zusätzliche Mensaplätze geschaffen

werden. Die Technische Hochschule (TH) Karl-Marx-Stadt stellte einen Schwerpunkt dar.

freiepresse.de









DIVERSES





Denkmalschutz in Halles Innenstadt

DDR-Wohnblock als Kulturgut deklariert

mz-web.de



DDR-Häuser und Weltzeituhr am Alex unter Denkmalschutz

berliner-zeitung.de





VERANSTALTUNGSINFORMATIONEN





Berlin, Di. 21. Juli 2015, 18.00
Nikolai Bucharin: Stalins tragischer Opponent
Wladislaw Hedeler - Historiker und Übersetzer stellt multimedial sein

2014 erschienenes Buch
vor.

Lenin bezeichnete ihn als »Liebling der Partei«, Stalin ließ ihn 16 Jahre
später als »faschistischen Söldner« hinrichten. Kaum ein russischer
Revolutionär durchlebte ein so wendungsreiches Schicksal wie Nikolai
Bucharin. Politisch zwischen Extremen schwankend, war er die vielleicht
schillerndste und zugleich tragischste Persönlichkeit der frühen
Sowjetunion. Weder die öffentlich vollzogene Selbstkritik noch seine
lebenslange Loyalität zu Stalin konnten ihn vor dem Terror des Regimes
retten. Während Bucharins Exekution bei vielen Anhängern der Sowjetunion
erste Zweifel weckte, ließ Stalin auch die Erinnerung an seinen langjährigen
Mitkämpfer auslöschen.
In seiner fesselnden politischen Biografie zeichnet Wladislaw Hedeler das
verhängnisvolle Leben des Massenagitators und Schmetterlingssammlers
Bucharin nach.
Ort: Die Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer
des Kommunismus in Berlin

Nikolaikirchplatz 5-7
10178 Berlin-Mitte (Nikolaiviertel)

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Vortrag
Erfurt, Mi. 22. Juli 2015, 18.00

„Die Herrschaft im Alltag am Beispiel der MfS-Kreisdienststelle Nordhausen

von Dr. Hanna Labrenz-Weiß im Rahmen der Vortragsreihe „Der Quellenwert der

Stasi-Akten für die zeitgeschichtliche Forschung
Der Landesbeauftragte des Freistaats Thüringen zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

veranstaltet gemeinsam mit dem Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen (BStU)

die Vortragsreihe zum „Quellenwert der Stasi-Akten für die zeitgeschichtliche Forschung".

Im Rahmen vielseitiger Vorträge wird anhand anschaulicher Beispiele die historische

Bedeutung der Stasi-Akten herausgestellt.

Am 22. Juli zeigt die BStU-Forscherin Dr. Hanna Labrenz-Weiß in ihrem Vortrag, wie die

SED-Herrschaft in Nordhausen funktionierte, welche Rolle der Staatssicherheit dabei auf

lokaler Ebene zukam und welche Mechanismen der Disziplinierung konkret angewendet

wurden.

Die Referentin Dr. Hanna Labrenz-Weiß war in den 1980er Jahren als Kurierin für die

erste freie Gewerkschaft Solidarnosc zwischen Polen und West-Berlin tätig. Sie wurde

noch von Joachim Gauck persönlich in die Behörde des Bundesbeauftragten für die

Stasiunterlagen eingestellt.

Nächster Termin: Mittwoch, 16.09.15, 18:00 Uhr, Collegium Maius Erfurt
„Stasi im Dorf. Die geheimpolizeiliche Überwachung einer Eichsfeld-Gemeinde im

Sperrgebiet", Refernt: Dr. Torsten Müller

Der Eintritt ist frei.

Ort: Collegium Maius

Michaelisstraße (gegenüber der Michaeliskirche)

99084 Erfurt

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Vortrag und Gespräch

Schwerin, Mi. 22. Juli 2015, 19.30

Hinter vorgehaltener Hand

Politische Denunziation in der DDR

Das Phänomen der Denunziation und seine konkreten Praktiken wurden in der

DDR-Forschung bislang kaum berücksichtigt. Häufig liegt der Schwerpunkt der

DDR-Aufarbeitung auf der Betrachtung von Inoffiziellen Mitarbeitern.

Ein Forschungsprojekt der BStU-Abteilung Bildung und Forschung stellt den

Inoffiziellen Mitarbeitern andere Formen der Denunziation in der DDR gegenüber

und ordnet die gesellschaftlichen Verflechtungen von Anpassung und Mitwirkung

ein. Dabei wurde unter anderem der ehemalige DDR-Bezirk Schwerin als regionaler

Schwerpunkt untersucht.

Dr. Anita Krätzner-Ebert, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung

und Forschung beim BStU, stellt erste Ergebnisse dieses Projektes vor und zeigt

weitere Perspektiven für die Denunziationsforschung auf.

Der Eintritt ist frei.

Ort: Schleswig-Holstein-Haus
Puschkinstraße 12
19055 Schwerin

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Berlin, Di. 4. August 2015, 18.00
Und der Westen schwieg. Die SBZ/DDR 1945 – 1975. Erlebnisse - Berichte -
Dokumente
Jochen Stern, Schauspieler, Jurist und Bautzen-Häftling, kommt zu seiner

Buchpremiere: Moderation: Detlef Stein, Leiter OEZ Berlin-Verlag
"Es ist wahrhaft erstaunlich, mit wie viel Blut und Tränen, Leiden und
Sterben die Hoffnung auf ein freiheitliches, geeintes und demokratisches
Deutschland bezahlt werden musste."
(Jochen Stern im Vorwort)
Die Dokumentation ist von eindringlicher Aussage und knapper Schilderung und
offenbart ein ernüchterndes Bild des unmenschlichen Geschehens in der
SBZ/DDR. Jochen Stern gelang mit seinem Buch vor allem der Beweis, dass die
inhumanen politischen Willkürakte seit Stalins Herrschaft bis in die Zeit
unter Honecker keine Änderung erfahren haben.
Ort: Die Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer
des Kommunismus in Berlin

Nikolaikirchplatz 5-7
10178 Berlin-Mitte (Nikolaiviertel)

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Podiumsdiskussion

Berlin, Di. 11. August 2015, 18.00

Flucht und Fluchthilfe in Deutschland: Grenzen überwinden – auch in der Erinnerungskultur?

Der Wunsch, politischer Verfolgung zu entgehen, Reise- und Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen

zu können, die Familie wiederzusehen oder den Wunsch nach einem besseren Leben Wirklichkeit

werden zu lassen – die Motive der Menschen zur Flucht waren in der DDR vielfältig, trotz

lebensbedrohlicher Gefahren. Angekommen in der Bundesrepublik stellten sich den Flüchtlingen

neue Herausforderungen. Den 54. Jahrestag des Mauerbaus nimmt die Bundesstiftung Aufarbeitung

zum Anlass, Flüchtlinge aus der DDR und ihre Helfer zu Wort kommen zu lassen. Sie berichten von

Fluchthilfe im geteilten Deutschland, von der Ankunft und der Aufnahme in West-Berlin und in der

Bundesrepublik.
Gleichzeitig soll diskutiert werden, ob die seit einiger Zeit in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten

Vergleiche zwischen der Fluchtbewegung aus der DDR und der aktuellen Flüchtlingspolitik sinnvoll sind.

Auch heute verlassen Menschen unter hohen Risiken ihre Heimat, um Kriegen, Repression und Armut

zu entgehen und stehen vor einer ungewissen Zukunft. Wird Geschichte mit dem Vergleich für die

Zwecke der Gegenwart instrumentalisiert? War die spektakuläre Aktion des »Zentrums für politische

Schönheit« angemessen oder geschmacklos, als zum 25. Jahrestag des Mauerfalls die Gedenkkreuze

der Maueropfer entwendet und an den EU-Außengrenzen neu aufgestellt wurden?
Begrüßung: Dr. Anna Kaminsky (Bundesstiftung Aufarbeitung)
Einführung: Maik Baumgärtner (Journalist und Autor, Berlin) (angefragt)
Es diskutieren
Ralph Kabisch (Fluchthelfer für DDR-Flüchtlinge)
Konstanze Helber (Fluchtversuch 1977)
Dr. Maria Nooke (Leiterin Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde)
Uta Sternal (Leiterin Übergangswohnheim Marienfelde des IB)
Ahmed Barakizadeh (iranischer Künstler) (angefragt)
Paul Schwenn (Freiwilliges Soziales Jahr im politischen Leben)
Philipp Ruch (Zentrum für politische Schönheit) (angefragt)
Moderation: Helge Eikelmann und Marcus Kiesel (die Multivision e. V ., Verein für

Jugend- und Erwachsenenbildung)
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ort: Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Veranstaltungssaal
Kronenstr. 5
10117 Berlin

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Vortrag, Lesung, Gespräch

Berlin, Mo. 13. August 2015, 19.00

DDR UND KEIN ENDE?

Druckfrisch auf dem Markt, reich illustriert und mit gewohnt leichter Hand geschrieben,

ist das Werk inzwischen auf Deutsch und Englisch zu bekommen. Die neue Gesamtdarstellung

der DDR von Jens Schöne aus dem BerlinStory Verlag scheint ideal für eine neue Generation

von Lesern. Die Neuerscheinung soll Anlass sein, einige Fragen grundsätzlicher zu diskutieren.

Wie soll man 25 Jahre nach dem Ende des Staates dessen Geschichte beschreiben? Ist es Zeit

für eine Historisierung der DDR? Welche Rolle wird in Zukunft die Erinnerung an diesen Staat

spielen?
Es diskutieren:Jens Schöne, Historiker, BerlinStefan Wolle, Wissenschaftlicher Leiter DDR

Museum, Berlin
Ort: DDR Museum

Karl-Liebknecht-Str. 1

10178 Berlin (Mitte)

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Berlin, Di. 18. August 2015, 18.00
Fluchthelfer Thurow ist zu erschlagen!
Rudi Thurow berichtet als Zeitzeuge von seinem gefährlichen Leben im geteilten
Deutschland
Im Jahr 1955 meldet sich Rudi Thurow freiwillig zur DDR-Grenzpolizei. Nach
zweijährigem Dienst an der tschechischen Grenze wird er nach Berlin
versetzt, wo er im August 1961 den Mauerbau hautnah miterlebt. Geprägt von
schrecklichen Erlebnissen im Grenzdienst, will er sich nicht schuldig machen
und beschließt, die Flucht von Bekannten ins Westberliner Steinstücken aktiv
zu unterstützen und für sich selbst zu nutzen. Trotz Schusswechsels gelingt
die waghalsige Aktion, fortan betätigt er sich als Fluchthelfer und gerät
damit noch mehr ins Visier der STASI. Nach drei gescheiterten
Entführungsversuchen plant Generalmajor Kleinjung, wie die Akten eindeutig
belegen, die „physische Liquidierung“ Thurows durch ein dreiköpfiges
Killerkommando, getarnt als Raubmord.
Ort: Die Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer
des Kommunismus in Berlin

Nikolaikirchplatz 5-7
10178 Berlin-Mitte (Nikolaiviertel)

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Berlin, Di. 1. September 2015, 18.00
Erinnern – nie vergessen. NKWD-Lager Mühlberg/Elbe
Helma von Nerée berichtet über das tragische Schicksal ihres Vaters

unter dem Titel ihres Buchs:
In Erinnerung an ihren Vater Gerhard Schmitt, der 1946 in einem Lager des
sowjetischen Geheimdienstes in Mühlberg an der Elbe jämmerlich verhungern
musste, hat die Autorin jene dramatische Familiengeschichte dokumentiert.
Diese weist vielfach Analogien zu den Widrigkeiten von deutschen Familien in
der Kriegs- und Nachkriegszeit auf.
Allerdings hat sie dabei den Weg vom Tiefpunkt des Familienschicksals –
immer gespickt mit typischen und aussagekräftigen Dokumenten oder
Zeitungsartikeln – bis in die Nachwendezeit weiterverfolgt. Diese
Betrachtungen münden dann in einem politischen Resümee, das insbesondere die
mangelhafte Aufarbeitung des verübten kommunistischen Unrechts nach 1990
anklagt.
Ort: Die Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer
des Kommunismus in Berlin

Nikolaikirchplatz 5-7
10178 Berlin-Mitte (Nikolaiviertel)

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Ausstellung

Berlin, bis 13. September 2015

Abgeschickt, abgefangen, aufgefunden
„Das klingende Sonntagsrätsel“ und die Postkontrolle in der DDR

Westliche Unterhaltungsprogramme waren für die Menschen in der

DDR von großer Bedeutung. Sie waren aber auch ein Politikum.

„Das klingende Sonntagsrätsel“, seit 1965 vom RIAS gesendet, war eine

gesamtdeutsche Familiensendung, die bis heute überlebt hat. In den

Archiven des Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen (BSTU) befinden

sich 4500 an den RIAS adressierte Briefe und Postkarten aus der Zeit von

1982-1989, die dort nie ankamen. Sie wurden von der Stasi geöffnet,

ausgewertet und einbehalten.

In einem zweisemestrigen Studienprojekt des Instituts für Europäische

Ethnologie wurden die Archivbestände gesichtet, analysiert und

interpretiert. Ergänzt durch Interviews mit dem damaligern Moderator

der Sendung und HörerInnen entstand ein wichtiger Beitrag zur

Postkontrolle der DDR und zur deutsch-deutschen Rundfunkgeschichte.

Mehr Informationen zur Ausstellung und zum Projekt finden Sie im Booklet:

„Das klingende Sonntagsrätsel“ (Booklet) PDF
Ort: Industriesalon Schöneweide

Reinbeckstr. 9

12459 Berlin

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Berlin, Di. 15. September 2015, 18.00
Rollbahnen des Klassenfeindes - Die DDR-Überwachung des Berlin-Transits 1949
– 1990
Peter Joachim Lapp - der Journalist stellt sein eben im Helios Verlag erschienenes Buch vor.
Die Wege von und nach Berlin (West) waren auch nach Inkrafttreten des
Transitabkommens im Juni 1972 keine unbewachten Korridore, denn die DDR
hatte die Möglichkeit, ihr Recht bei „Missbrauch“ des Transits gegenüber den
Reisenden durchzusetzen. Das betraf in erster Linie Fluchtfälle, also
Handlungen, bei denen DDR-Bürger über die Transitstrecken mit Westhilfe
„ausgeschleust“ wurden. Diese Vorgänge und die stark ansteigenden Zahlen an
Transitbenutzern machten nach Ansicht der DDR-Verantwortlichen, insbesondere
der Leute um Stasi-Chef Erich Mielke, eine verstärkte, personalintensive
Beobachtung notwendig, denn neben den Fluchtmöglichkeiten lösten vor allem
Kontaktaufnahmen und „Warenübergaben“ Sicherheitsängste aus.
Ort: Die Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer
des Kommunismus in Berlin

Nikolaikirchplatz 5-7
10178 Berlin-Mitte (Nikolaiviertel)

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21. Helmstedter Universitätstage 2015

24. - 27. September 2015
Die schwierige Einheit

Neben dem wissenschaftlichen Leiter der Helmstedter Universitätstage, Herrn

Prof. Dr. Martin Sabrow, werden sich namhafte Fachhistoriker dabei mit der

Frage „Deutsche Einheit – Traum oder Trauma“ befassen.

Zur Teilnahme laden wir Sie herzlich ein.

Alle Programmpunkte sind mit Ausnahme der Kabarettvorstellung von „Alfons“

und der Rundfahrt Grenzenlos kostenlos.

Kostenpflichtige Karten für das Kabarett mit „Alfons“ am Freitag, 25.09.2015,

20.30 Uhr, im Helmstedter Brunnentheater, sind bei den bekannten

Vorverkaufsstellen erhältlich.

Freikarten können wir Ihnen anbieten für folgendes weiteres Rahmenprogramm:

· Kinoveranstaltung „Tod dem Verräter – der Fall Lutz Eigendorf“
Donnerstag, 24.09.2015, 19.30 Uhr im Roxy-Kino Helmstedt
· Lesung mit Susanne Schädlich
Samstag, 26.09.2015, 20.00 Uhr, im Juleum Helmstedt

Bitte teilen Sie uns Ihre Kartenwünsche mit.

Für eine Rückmeldung zwecks Platzreservierung, ob Sie an

der Eröffnung der Helmstedter

Universitätstage am Freitag, den 25.09.2015, 16.30 Uhr, im

Juleum teilnehmen werden, wären wir Ihnen ebenfalls sehr dankbar.

Das Programmheft zum Herunterladen sowie weitere

Informationen finden Sie unter www.universitaetstage.de





9. Helmstedter Schüler-Universitätstagen

17. September 2015 um 09.00

Die Helmstedter Universitätstage tragen zum Austausch zwischen gesellschaftlicher

Aufarbeitung und wissenschaftlicher Erforschung bei und befördern den Wissenstransfer

in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit.

Nach den 21. Helmstedter Universitätstage finden die öffentlichen 9. Helmstedter

Schüler-Universitätstage statt. Hierzu erarbeiten Jugendliche wissenschaftliche Themen

und tragen ihre Facharbeiten zu dem diesjährigen Thema der Helmstedter Universitätstage

„Die schwierige Einheit“ öffentlich vor. universitaetstage.de

Ort: im Juleum, Collegienstraße 1 in Helmstedt,

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Ausstellung

bis 27. September 2015

DDR Expressiv- Die 80er Jahre

Malerei, Grafik, Objekte aus der Sammlung Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder)

Eine Ausstellung widmet sich der Ausstellungsgeschichte, die andere konzentriert

sich auf das letzte Jahrzehnt der DDR, in der zumindest für die Kunst, vorrangig für

die jungen Künstler ein existenzielles Krisenklima für spannende und ausdrucksstarke

Kunst sorgte. Werke, stilistisch umschrieben mit dem Begriff des Neoexpressiven,

stehen in der Ausstellung im Mittelpunkt. Aus den über 11.000 Arbeiten umfassenden

Bestand wurden von 39 Künstlern bzw. Künstlerinnen rund 50 Malereien, 5 Plastiken,

20 Zeichnungen und 60 Druckgrafiken ausgewählt. Sie zusammen ergeben einen

repräsentativen, aber natürlich stilistisch und namentlich nicht vollständigen

Überblick auf diese Strömung.
In den Siebzigern brach in der „Westkunst“ eine Welle emotionsgeladener Malerei

in den Kunstmarkt und –betrieb ein. Es tauchten Begriffe wie „Neue Wilde“ oder

„Heftige Malerei“ in der Bundesrepublik, in Italien „Transavanguardia“, in Frankreich

„Figuration libre“ und in den USA „Bad painting“ und „New Image Painting“ auf. Dieser

Trend zur subjektiven und emotionsgeladenen Malerei ist fast zeitgleich in der DDR und

in weiteren sozialistischen Diktaturen zu finden – jedoch als ein Reflex des bloßen

Nachahmens nicht zu fassen. Dafür sind die Arbeiten und ihre Entstehungsbedingungen

bei genauerem Betrachten zu spezifisch von unterschiedlichen Grundhaltungen geprägt

und im gesellschaftlich Situativen verankert. Bildwitz, Schnoddrigkeit im Umgang mit den

großen Themen des Lebens oder eine postmoderne Zeichenakrobatik sind hier selten zu

finden. Eher geht es um die existenzielle und emotionale Auslotung der Malerei oder der

Figur im Verständnis einer klassischen Traditionslinie. Diese lässt sich namentlich in etwa

so konturieren: Oskar Kokoschka (1886-1980), Max Beckmann (1884-1950), „Die Brücke“-

Künstler und Chaim Soutine (1893-1943). Als künstlerische Fixpunkte nach 1945 kommen

unter anderem Francis Bacon (1909-1992), Willem de Kooning (1904-1997), die

COBRA-Künstler, der späte Picasso (1881-1973) und Vertreter des Action Painting hinzu.

Link: http://www.museum-junge-kunst.de/

Ort: Museum Junge Kunst, Rathaushalle/Festsaal

Marktplatz 1

15230 Frankfurt (Oder)

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Lesung

Potsdam, Mi, 30. September 2015, 18.00

„Zelle – Baracke – Erdloch“, Lesung aus den Aufzeichnungen

von Marlise Steinert (überlebte GULAG

in Kasachstan, verst. 1982) und Gespräch mit

ihrer Tochter Lore Siebert

Moderation: Dr. Richard Buchner

Ort: Gedenk- und Begegnungsstätte Ehemaliges KGB-Gefängnis Potsdam e.V.

Leistikowstraße 1

14469 Potsdam

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Ausstellung

bis 3. Januar 2016

Alltag Einheit. Porträt einer Übergangsgesellschaft

Die Ausstellung „Alltag Einheit. Porträt einer Übergangsgesellschaft“

thematisiert den Alltag der Vereinigung und die Erfahrungen der Menschen

sowie den in seiner Dimension historisch einmaligen Wandel des gesamten

politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Gefüges der Gesellschaft

in der früheren DDR ebenso wie die damit einhergehende Veränderung der alten

Bundesrepublik. Dabei wird kein geschlossenes Bild dieser deutschen

Übergangsgesellschaft gezeigt, sondern sich ihr aus verschiedenen und bewusst

unterschiedlichen Blickwinkeln genähert. Aspekte wie der Wandel der Arbeitswelt

und die Fragen nach Geld, Konsum und Eigentum werden ebenso veranschaulicht

wie die Veränderungen in der Medienlandschaft und die deutsch-deutschen

Wahrnehmungen in den ersten Jahren der Einheit. Licht- und Schattenseiten des

neuen deutschen Nationalgefühls sowie der gesellschaftliche Umgang mit dem

schwierigen Erbe der DDR-Staatssicherheit werden in den Blick genommen. Auch

die Veränderungen in der politischen Kultur mit Blick auf die Erneuerung der

Zivilgesellschaft und die lebendige alternative Kunst- und Kulturszene im vereinten

Berlin mit ihrer enormen Ausstrahlung werden dokumentiert

Ort: Deutsches Historisches Museum

Unter den Linden 2
10117 Berlin

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Diskussionsveranstaltung

Berlin, Di. 27. Oktober 2015, 16.00-19.00

Wir sind das Volk. – Wer ist das Volk?

Dabei wollen wir vor dem Hintergrund der aktuellen Debatten um

„kulturelle Vielfalt“ und „deutsche Leitkultur“ zeitgemäße Antworten

auf folgende Fragen finden: Wie definieren wir „Volk“? Welcher Volks-

und Identitätsbegriff liegt der Debatte um abendländliche Kultur und

Islamisierung zu Grunde? Wie ändern sich Begriffe und welche Rolle

spielen sie in der politischen Auseinandersetzung?

Zu den Referenten zählen u.a. Ministerialdirektor Dr. Jörg Bentmann,

Bundesministerium des Innern; Prof. Dr. Peter Brandt, Historiker; Prof.

Dr. Dr. h.c. Dieter Langewiesche, Historiker; Aiman A. Mazyek,

Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland e. V.

sowie Frank Richter, Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung.

Diskutieren Sie mit!

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird per Mail an:

heike.tuchscheerer@deutsche-gesellschaft-ev.de oder telefonisch unter: 030-884 12-254 gebeten.

Das vollständige finden Sie im Anhang sowie unter folgendem Link:deutsche-gesellschaft-ev.de

Ort: Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Luisenstr. 18

10117 Berlin

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Weitere Veranstaltungshinweise und Informationen:



Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen

Stiftung Gedenkstätte Berliner Mauer
Bundesstiftung Aufarbeitung
Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

Stiftung Sächsischer Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft
Osteuropazentrum Berlin
Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus / Stalinismus
Havemann-Gesellschaft

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