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Gunter Weissgerber Offline




Beiträge: 593

30.01.2016 10:48
Gerhard Sammet antworten

Zum 75. in Ilmenau

Glaube und Heimat: Christen bislang kein Thema

Andreas Bühl MdL:

Sehr geehrter Herr Hertel,

ich wollte die Gelegenheit nutzen Ihnen für Ihren Einsatz um die Aufarbeitung des Unrechts gegen Christen in der DDR danken. Sie haben damit eine öffentliche Diskussion angestoßen, um die sich die Regierungskoalition trotz Ankündigung im Koalitionsvertrag bisher wenig kümmert. Für viele Christen, wie auch für meine Eltern, hat sich deren Bekenntnis zur Kirche negativ auf die eigenen Berufsbiografien ausgewirkt. Umso schlimmer nun zu sehen, wie in der linken Landtagsfraktion mindestens 16 Abgeordnete bereits im SED-Unrechtssystem beteiligt waren. Das Versprechen der Regierungskoalition zur Aufarbeitung wirkt vor diesem Hintergrund fadenscheinig.

Gerade Schule muss mehr für die Aufklärung junger Menschen tun, um zukünftiges Unrecht zu verhindern. Studien zeigen immer wieder teilweise eklatante Wissenslücken bei Schülerinnen und Schülern zur Geschichte der DDR, die zu Fehleinschätzungen des DDR-Systems führen. Als einer der Gründe für die unzureichenden Kenntnisse wird von den Befragten selbst eine ungenügende Behandlung im Rahmen des Politik- und Geschichtsunterrichtes an Schulen angegeben. Die Aufarbeitung des totalitären SED-Unrechtsstaates ist Voraussetzung für eine Kultur des Erinnerns. Da die heutige Schülergeneration keine eigene Erinnerung an dieses Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte mehr haben kann, ist es unser aller Aufgabe, die Erinnerung aktiv wach zu halten. Dazu ist die Vermittlung eines Grundwissens zur Geschichte der DDR im Unterricht unerlässlich.Dazu trägt auch die von Ihnen angestoßene Diskussion bei. Wir als CDU-Fraktion verlangen von der Landesregierung deshalb einen intensivierten kritischen Umgang mit dem DDR-Regime in der Schule.

Außerdem wollen wir das Unrecht gegen Christen in der DDR in einer aktuellen Stunde im Landtag diskutieren. Hierzu wird sich der Beauftragte der CDU-Fraktion für die Opfer des Stalinismus und der SED-Diktatur, Herbert Wirkner mit der Thematik im Plenum auseinandersetzen.

Ihnen deshalb nochmal Danke für Ihren Einsatz und ein gutes, besinnliches und erholsames Osterfest.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bühl

Dateianlage:
Offener Brief 2016-01-28.PDF
Antwort Mohring auf offenen Brief.PDF
Offener Brief 2017-02.PDF
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